Meuchefitz

Moychevitze (nach slawischem Personennamen)

Meuchefitz hat seinen Rundlingscharakter nahezu unverändert erhalten. Die den Dorfplatz umgebenden sieben Vierständerhäuser lassen, trotz teilweise veränderter Bausubstanz, den Rundling klar erkennen.

Meuchefitz ist Kirchdorf. Die Kirche steht – wie für alle Rundlinge im Wendland typisch – vor dem Dorf. Sie unterscheidet sich im Baustil von den ältesten Feldsteinkirchen im Wendland deutlich. Als Bauzeit wird Ende des 15.Jahrhunderts angenommen. Zu ihrem Kirchspiel gehören die Rundlinge Gühlitz, Köhlen, Kremlin, Schwiepke und Seerau im Drawehn. Der Kirch- und Totenweg von Gühlitz zur Kirche in Meuchefitz gehört zu den schönsten im Wendland (siehe auch unter: Verborgene Schätze). Auch von Seerau im Drawehn führt ein kurzer Kirchweg zur Kirche.

Unter Insidern der Gorlebengegner und darüber hinaus bekannt ist der Gasthof und Tagungshaus Meuchefitz. Dort wird jeden Donnerstag nach einem interessanten Preismodell gutes Essen für Vegetarier angeboten; manchmal gibt es auch Fleisch!

Geschichtliches

Ortsgrundriss nach Verkoppelungskarte

Eine erste Erwähnung mit dem Namen Moychevitze (nach slaw. Personennamen) finden wir 1362 im Lüneburger Lehnsregister. Etwa hundert Jahre später führt das „Winsener Schatzregister“ von 1450 vier Hakenhufen und einen wüsten Hof auf.